2 rote Warnsymbole und 1 Kindersitz

Stiftung Warentest warnt vor Mifold-Kindersitz Grab-and-Go

11:21

Mifold Grab-and-Go fällt durch Sicherheitstest – Stiftung Warentest warnt: „erhöhte Verletzungsgefahr“

Die Stiftung Warentest hat am 02.06.17 einen Einzeltest des Autokindersitzes „Grab-and-Go“ von Hersteller Mifold veröffentlicht. Der über die Crowdsourcing-Plattform Indiegogo im Jahr 2015 finanzierte Kindersitz soll laut Mifold den gleichen Schutz wie vergleichbare Sitzerhöhungen bieten, dabei aber um den Faktor 10 kleiner und handlicher sein. Normalerweise sitzt Dein Kind bei Boostern bzw. Sitzerhöhungen auf einem Sitzpolster. Dadurch ist die Verwendung des eigentlich für Erwachsene ausgelegten Autogurtes möglich. Beim Grab-an-Go wird aber stattdessen der Gurt nach unten gezogen. Die Stiftung-Warentest-Prüfung zeigt: das funktioniert nicht gut und bietet keinen ausreichenden Schutz bei Unfällen!

 

Nachteile des Mifold Grab-and-Go

Obwohl der Sitz ein Zulassungssiegel nach Norm ECE-R 44 besitzt, und somit im europäischen Straßenverkehr benutzt werden darf, stellt die Stiftung Warentest ein mangelhaftes Zeugnis aus. Vor allem bei einem Seitenaufprall fehlt dem Kind jeglicher Schutz vor Verletzungen, aber auch bei einem Frontalunfall sieht es nicht viel besser aus. Die Gurtführung verläuft viel zu hoch und verbleibt nicht zuverlässig sicher in der richtigen Position um die Schulter des Nachwuchses. Dadurch schneidet der Autogurt bei einem Aufprall gefährlich am Hals des Kindes ein – zusätzliche, schwere Verletzungen können die Folge sein. Da auch der Mifold-Sitz ebenfalls bei einem Unfall verrutscht, ist letztendlich unter Sicherheitsaspekten von diesem Kindersitz ganz klar abzuraten.

 

Vorteile des Mifold Grab-and-Go

Tatsächlich scheinen die wenigen Vorteile dieses Kindersitz-Konstruktes die äußerste Kompaktheit und Handlichkeit zu sein. Bei einem Transport in einem kleinen (!) Kleinwagen von drei Kindern auf der Rückbank – und keinerlei Platz oder Möglichkeit für die Verwendung „normaler“ Kindersitze – wäre dies die einzig logische Verwendungsmöglichkeit. Der Preis mit circa 70 Euro ist jedenfalls auch kein Verkaufsargument. Da bietet der Handel bei weitem günstigere Alternativen an, die gleichzeitig aber sicherer sind. Wenn aus Platzgründen schon kein Kindersitz mit Seitenaufprallschutz in Frage kommt, eine einfache Sitzerhöhung, die immerhin eine sichere Gurtführung gewährleistet, ist in diesem Fall vorzuziehen.

 

Zur Veranschaulichung des mangelhaften Schutzes des Mifold Grab-and-Go hat die Stiftung Warentest auch ein kleines Video veröffentlicht:

Quelle: Stiftung Warentest / www.test.de

 

 

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